Fuhrpark & Spedition

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Wenn ein Lkw steht

Wir betreuen Fuhrbetriebe und Speditionen in der Ortenau und deutschlandweit: Flotte, Verkehrshaftung, Ladung. Unser Büro steht in Ohlsbach, beraten wird per Video, Telefon oder im Betrieb.

Flotte: Ein Fahrzeug fällt aus, und der ganze Tourenplan verschiebt sich

Freitagfrüh, das erste Fahrzeug ist noch nicht auf der Straße: Wildschaden auf dem Weg ins Kinzigtal, Kühler hin, Werkstatt frühestens Anfang der Woche. Touren müssen neu verteilt werden, ein Kunde in Lahr wartet auf Termingut, und der Ersatzwagen passt nicht zu Ihrer Zugmaschine. Solche Tage entscheiden sich nicht am Beitrag, sondern an der Vertragsgestaltung. Werden Ihre Fahrzeuge einzeln geführt oder in einem Flottenvertrag? Wie wirkt sich der Schadenverlauf aus? Welche Selbstbehalte tragen Sie selbst, und ist eine Ersatzfahrzeugregelung vereinbart? Wir prüfen mit Ihnen, was zu Ihrer Fahrzeugstruktur passt – Zugmaschinen, Auflieger, Transporter und Anhänger werden unterschiedlich behandelt. Schicken Sie uns Ihre aktuelle Fahrzeugliste digital. Wir gehen sie Position für Position mit Ihnen durch – im Videotermin am geteilten Bildschirm oder bei Ihnen im Betrieb – und sagen Ihnen, wo eine Zusammenfassung sinnvoll ist und wo nicht.

Verkehrshaftung und CMR: Wenn die Ladung beim Empfänger nicht ankommt

Eine Palette Maschinenteile geht Richtung Straßburg. Beim Umschlag kippt sie, der Empfänger nimmt sie unter Vorbehalt an und meldet einen Schaden. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit: Haften Sie als Frachtführer nach HGB, oder gilt für diese Fahrt die CMR? Waren Sie selbst unterwegs oder ein Subunternehmer? Und ist der Ablauf so dokumentiert, dass er einer Prüfung standhält? Wir prüfen, ob Ihre Deckung zu Ihrem tatsächlichen Verkehr passt: Werkverkehr oder gewerblicher Güterverkehr, nationale Fahrten oder Kabotage, Standardgut oder empfindliche Güter. Je nach Ausgestaltung sind Haftungsgrenzen, Sublimits und Obliegenheiten sehr unterschiedlich geregelt. Deshalb sehen wir uns die Police an und nicht den Tarifnamen. Schreiben Sie uns kurz per WhatsApp, worum es geht. Den sicheren Weg für Police und Frachtaufträge nennen wir dann – Vertragspost gehört nicht in einen Messenger. Sie bekommen einen Deckungsabgleich, der die Lücken benennt.

Wenn der Fahrer ausfällt: Arbeitskraft, Unfallschutz und Wiederbesetzung

Beim Sichern der Ladung rutscht Ihr erfahrenster Fahrer von der Ladefläche. Bandscheibe. Er fällt für Wochen aus, vielleicht länger. Einen gleichwertigen Ersatz finden Sie im Ortenaukreis nicht kurzfristig, also fahren Sie selbst – und die Disposition bleibt liegen. Die gesetzliche Unfallversicherung greift bei Arbeits- und Wegeunfällen. Der größere Teil des Lebens findet in der Freizeit statt, und dort ist die Absicherung Sache jedes Einzelnen. Für Sie als Inhaber kommt hinzu, dass Ihr eigener Ausfall den Betrieb härter trifft als jeder Fahrzeugschaden. Wir sehen uns an, wie Fahrer, Disponenten und Sie selbst abgesichert sind, und was eine Lösung für die gesamte Belegschaft leisten kann – je nach Ausgestaltung auch als Zusatzleistung, die Sie Ihren Fahrern anbieten können. Halten Sie Ihre Personalliste mit den Funktionen bereit – vorab digital geschickt oder zum Termin mitgebracht. Wir markieren gemeinsam, wo eine Lücke ist: im Videotermin oder bei Ihnen im Betrieb.

Cyberangriff im Speditionsbüro: Wenn die Disposition am Montag stillsteht

Montag, kurz vor sechs. Das Transportmanagementsystem öffnet nicht, die Mails sind verschlüsselt, auf dem Bildschirm steht eine Zahlungsaufforderung. Draußen warten Fahrer auf Ladelisten, ein Auftraggeber ruft an und fragt nach der Sendungsverfolgung. Sie wissen nicht, welche Daten abgeflossen sind – und Ihre Auftraggeber werden genau das wissen wollen. Wir klären mit Ihnen zuerst die Reihenfolge: Wiederherstellung, Meldepflichten, Kommunikation mit Kunden und Fahrern. Danach prüfen wir, ob und in welchem Umfang sich Betriebsunterbrechung, Datenwiederherstellung und Ansprüche von Auftraggebern absichern lassen. Voraussetzung ist fast immer ein Mindestmaß an eigener Technik und Organisation. Auch das gehört zur Beratung und wird vorher besprochen. Nennen Sie uns die drei Systeme, ohne die bei Ihnen nichts läuft. Daraus machen wir eine Prioritätenliste, die Sie auch ohne Vertrag nutzen können.

Schaden im Ausland: ERGO Transport-Risk-Management und INI-Mitgliedschaft

Ihr Fahrer meldet sich aus dem Elsass: Beim Abladen hat ein Stapler des Empfängers den Auflieger beschädigt. Der Empfänger verweist auf seinen Versicherer, der Gutachter spricht Französisch, und am nächsten Morgen soll das Fahrzeug wieder laden. Wer regelt was, in welcher Sprache, und wie kommen Sie an eine Bestätigung, die Ihr Auftraggeber akzeptiert? Für solche Fälle nutzen wir zwei Bausteine: das ERGO Transport-Risk-Management und unsere Mitgliedschaft im International Network of Insurance (INI). Damit lassen sich grenzüberschreitende Transporte und Schäden im Ausland strukturiert bearbeiten. Wir klären vorab mit Ihnen, welche Nachweise im Fahrzeug mitgeführt werden sollten und wen Ihr Fahrer im Schadenfall zuerst anruft – bevor vor Ort diskutiert wird. Bevor Sie eine neue Relation ins Ausland aufnehmen, melden Sie sich kurz bei uns – per Rückruf, Video oder WhatsApp. Wie ein Videotermin abläuft, steht auf unserer Seite „Digitale Beratung“.